Tag 6-8 [New Plymouth]

[08. bis 10.März 2025] Heute haben wir uns von Rotorua auf den Weg nach New Plymouth gemacht – eine lange Fahrt, aber mit einem unvergesslichen Zwischenstopp: den berühmten Waitomo Caves. Wir hatten uns für eine Tour durch die Ruakuri Caves entschieden, und es war definitiv die richtige Wahl.

Schon der Eingang zur Höhle war beeindruckend, und je weiter wir hineinkamen, desto mehr staunten wir über die faszinierenden weißen Felsformationen, unterirdischen Flüsse und spektakulären Tropfsteine. Das absolute Highlight waren aber die Glühwürmchen. Tausende kleine Lichter schwebten an der Decke wie ein Sternenhimmel – ein magisches Erlebnis, das sich schwer in Worte fassen lässt.

Nach diesem Abenteuer ging es weiter nach New Plymouth. Die nächste Nacht wollten wir im Millenium Hotel direkt an der Strandpromenade verbringen. In der City von New Plymouth ließen wir den Abend entspannt auf einem Street Food Market ausklingen. Unsere Wahl fiel auf den vietnamesischen Stand Viet Nom Nom, und das Essen war fantastisch – frische Zutaten – endlich mal Salat für Maren – aromatische Gewürze und genau die richtige Würze.

Als krönenden Abschluss des Tages setzten wir uns an die Küste, blickten aufs Meer und beobachteten, wie die Sonne langsam im Horizont versank. Ein perfekter Moment, um den Tag Revue passieren zu lassen – voller Naturwunder, gutem Essen und der Ruhe des Ozeans.

Unser zweiter Tag in New Plymouth begann früh – geweckt vom sanften Rauschen des Meeres und voller Vorfreude auf ein neues Abenteuer. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel packten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg zum majestätischen Mount Taranaki.

Unser Ausgangspunkt war der Parkplatz des Stratford Mountain House, von wo aus wir unsere rund 14 Kilometer lange Wanderung starteten. Schon nach den ersten Metern fühlten wir uns wie in eine andere Welt versetzt: Ein verwunschener Wald voller Flechten und Moos, dicht bewachsene Pfade und der Klang von Vogelstimmen begleiteten uns auf unserem Weg.

Besonders beeindruckend waren die zahlreichen Brücken und Hängebrücken, die wir überquerten. Sie führten uns durch das dichte Grün, vorbei an plätschernden Bächen und kleineren Wasserfällen. Ein Highlight waren die Wilkie Pools, natürliche Felsbecken mit kristallklarem Wasser – ein perfekter Ort für eine kleine Verschnaufpause.

Unsere eigentliche Pause legten wir schließlich an den beeindruckenden Dawson Falls ein. Das Wasser stürzte tosend in die Tiefe, umgeben von dichtem Regenwald – ein wahrhaft magischer Anblick und genau der richtige Ort, um neue Energie zu tanken.

Insgesamt bewältigten wir 680 Höhenmeter und waren rund 5 Stunden unterwegs – eine Mischung aus Herausforderung, atemberaubender Natur und der unbeschreiblichen Stille des neuseeländischen Waldes. Zwischendurch versuchten wir immer wieder, einen Blick auf den Mount Taranaki zu erhaschen, doch heute versteckte er sich hartnäckig hinter einer dichten Wolkendecke.

Trotzdem war die Wanderung ein absolutes Erlebnis, das uns einmal mehr gezeigt hat, wie beeindruckend und vielseitig Neuseelands Landschaft ist.

Am Abend ließen wir den Tag entspannt in der Black Sand Pizzeria ausklingen – und das in bester Gesellschaft. Zufällig waren zur gleichen Zeit Freunde aus Deutschland in New Plymouth, und so genossen wir gemeinsam eine leckere Pizza, während die Sonne langsam im Meer versank. Verrückt, dass man sich am anderen Ende der Welt einfach so über den Weg läuft! Ein perfekter Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.

Heute Früh starteten wir unseren Tag mit einer kleinen Frühstücks- und Kaffeepause, da wir in unserer Unterkunft keine Mahlzeiten mitgebucht hatten. Nachdem wir den ersten Hunger gestillt und uns für den Tag gestärkt hatten, wollten wir das wunderschöne sonnige Wetter ausnutzen, um den atemberaubenden Mount Taranaki in seiner vollen Pracht zu sehen.

Mit dem Auto fuhren wir etwa 30 Minuten in den Egmont Nationalpark, wo wir einen kleinen Parkplatz fanden, der uns einen tollen Blick auf den majestätischen Vulkan ermöglichte. Hier nutzten wir die Gelegenheit, ein paar beeindruckende Fotos des Gipfels des Mount Taranaki zu schießen, der sich fast wolkenlos in den blauen Himmel hob.

Nach diesem ersten Fotostopp machten wir uns auf den Weg zurück zur Autobahn, um unser eigentliches Tagesziel anzusteuern: die Three Sisters und den Elephant Rock. Die Fahrt von New Plymouth bis zum Strand, an dem die Three Sisters spektakulär aus dem Meer ragen, dauert etwa eine Stunde. Kaum dort angekommen, gingen wir über den schwarzen Sand, der durch die Sonne besonders heiß war, hin zu den Felsen. Die Three Sisters sind beeindruckende Felsen, die vor der Küste aus dem Pazifik herausragen – ein absoluter Höhepunkt der Landschaft Neuseelands.

Unterwegs kamen wir unweigerlich am Elephant Rock vorbei, der, wie der Name schon vermuten lässt, an einen Elefanten erinnert, wenn man ihn von der Seite betrachtet. Ein faszinierender Anblick, der das Fotografieren unbedingt wert war. Ein Tipp für alle, die diesen Ort besuchen möchten: Achtet unbedingt auf die Gezeiten! Bei Flut sind die Three Sisters vom Wasser umgeben und somit nicht zugänglich. Wir hatten das Glück, bei Ebbe dort zu sein, sodass wir in Ruhe die Felsen und die umgebende Natur genießen konnten. Während des Besuchs verliefen sich die Touristen, und so hatten wir genug Gelegenheit, einige menschenleere Fotos zu schießen.

Nach ein paar entspannten Stunden in der Sonne ging es wieder zurück nach New Plymouth. Dort angekommen, machten wir uns Gedanken über unser Abendessen. Wir entschieden uns schließlich für eine leckere Bowl im Bento Bowl, einem kleinen Lokal, das für seine frischen und köstlichen Gerichte bekannt ist.

Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, und es hieß nur noch: Koffer packen. Morgen geht es weiter nach Wellington, dem letzten Halt auf unserer Reise durch die Nordinsel Neuseelands. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet, aber der heutige Tag wird uns auf jeden Fall noch lange in Erinnerung bleiben.