Tag 8-10 [Banff]

[11. – 13. September 2023] Der heutige Morgen begann gewohnt sonnig und mit bereits 14°C um 08:00 Uhr. Heute führt uns der Weg über den Icefields Parkway in Richtung Banff.

Kurz hinter Jasper erreichen wir die beschrankte Zufahrt zum Banff  Nationalpark. Wer keinen Discovery Pass für die Nationalparks besitzt, muss hier einen kleinen Stopp einplanen, um sich ein Ticket für den Aufenthalt und die Durchfahrt zu kaufen.

Die Fahrt über den Icefields Parkway selbst ist die bislang schönste auf unserer Tour. Lange geradlinige Streckenabschnitte erlauben den Blick auf eine wunderschöne Berglandschaft.

Unser anvisiertes Ziel liegt etwa auf der Hälfte in Richtung Banff. Unsere Komoot Wanderung (Stunning Glacier View) führte uns rund 400 Höhenmeter hinaus auf einen kleinen Gipfel, von dem wir aus einen wunderbaren Blick auf das Columbia Icefield erleben durften. Alternativ gibt es rund einen Kilometer vorher ein Besucherzentrum, von dem aus auch Bustouren zum Gletscher selbst gebucht werden können. Die Massen an Besuchern ließen uns jedoch unsere Wanderung mit der gleichen tollen Aussicht, jedoch in deutlich ruhigerer Umgebung vorziehen.

Der Weg selbst führt zu Beginn durch ein kleines Waldgebiet und öffnet sich auf halber Höhe in eine weite steinige Ebene, nach der es nur noch rund 100 Höhenmeter zum eigentlich Aussichtspunkt sind.

Auf Komoot ist die Strecke mit rund 8,4km Länge angegeben. Unsere GPS Geräte zeigten am Ende knapp 9,7km Länge an. Mit einer üppigen Pause lässt sich die Tour in 4,5 Stunden entspannt genießen.

Unsere Unterkunft in Banff ist das YWCA Banff Hotel, dass für rund 470 € für drei Nächte zwar nicht unbedingt günstig ist, in Banff selbst aber eher zur unteren Kategorie gehört. Uns gefällt es in dem einfach gehaltenen Zimmer, einer vernünftigen Dusche und einer schönen Aussicht auf den benachbarten Berg.

Im Zimmer sind gratis WLAN und ein Parkplatz für die drei Nächte inbegriffen.

Um unseren Hunger zu stillen (es war mal wieder Burger-Zeit) fanden wir eine ansprechende Location in der Banff Ave Brewing Co., einer kleinen Brauerei direkt an der Einkaufkaufsstraße im Zentrum von Banff. Für rund 16€ gibt es dort einen soliden Burger, leckere Pommes und für weitere 2€ ein gutes Ginger Bier.

 

Heute startet der zweite Tag in Banff, für uns ein Tag Pause vom Wandern.

Nach einem leckeren Frühstück (Bagels und Kaffee) sind wir heute entspannt durch die kleine Innenstadt und Einkaufsmeile von Banff geschlendert. Die vielen Touristen erinnern ein wenig an Whistler, jedoch gefällt uns Banff deutlich besser, obwohl der Charme eines Winter-Touri-Dörfchens deutlich spürbar ist.

Auf der Einkaufsstraße selbst finden sich alle größeren Outdoor- und Kleidergeschäfte, die man sich vorstellen kann. Verlässt man die Hauptstraße und schaut sich in den kleineren Parallelstraßen um, finden sich viele kleinere und teils deutlich schönere Geschäfte und Cafés. Auch wir sind so in der Wild Flour Bakery für einen leckeren Kaffee fündig geworden.

Um den kleinen Hunger (und den süßen Zahn) nach dem Mittag zu besänftigen können wir Beaver Tails empfehlen. Diese kann man sich als frittierten Teig mit verschiedensten süßen Toppings vorstellen. Wir blieben hier klassisch bei Zimt & Zucker und einem Beaver Tail mit Sirup.

Bevor es zum Abendessen ging, warteten wir passgenau den kleinen Schauer im Hotel ab, das nur 5 min fußläufig zur Einkaufsstraße liegt.

Um den heutigen Hunger zu stillen, haben wir uns für einen Bison Burger in der Eddies Burger & Bar entschieden. Für rund 20€ pP bekommt man hier ordentliche Pommes und einen wirklich leckeren Burger. Etwas getrübt war der Abend lediglich von dem Gefühl, dass jeder Gast in der Burger Bar nur so kurz wie möglich verweilen sollte.

Der letzte Tag in Banff sollte uns heute wieder auf eine Wanderung am Lake Louise führen. Rund 50km über den Trans Canada Highway gelangt man problemlos zum traumhaft türkisfarbenen See, der von einer Bergkette umschlossen wird.

Am See angekommen waren wir froh, dass wir schon kurz vor 9 Uhr den Parkplatz erreicht haben. Bereits einen Kilometer vorher empfangen einen die ersten Parklotsen, die versuchen den Massenandrang an Touristen zu kontrollieren. Wenn die begrenzte Anzahl an Parkplatzen direkt am See voll ist, muss man auf einen Shuttlebus umsteigen. Wir hatten Glück und konnten fast in erster Reihe parken. Während der Saison kostet das Tagesticket 21$.

Der erste Kilometer der Wanderung zum Lake Agnes, einem kleineren höhergelegenen See, führte durch hunderte Touristen, die teils im riesigen, am See gelegenen Hotel, untergekommen sind.

Die ersten 3,5km zum Lake Agnes führen durch ein Waldstück fast stetig steil bergauf. Am See selbst befindet sich ein kleines Teahouse, in dem jedoch nur bar bezahlt werden kann. Uns führe der Weg herum um den Lake Agnes, um am Ende über steile Serpentinen den Gipfel des Big Beehive zu erreichen. Die Aussicht vom Gipfel ist durchaus lohnenswert, weil sie einen ganzheitlichen Blick auf den Lake Louise ermöglicht. Getrübt wird sie lediglich von den Bus-Touristen, die in Gucci Sandalen ebenfalls den Gipfel erklimmen möchten.

Der Weg zurück zum Parkplatz führt auf der anderen Seite des Gipfels bergab durch ein schönes Waldstück. Hierhin verirren sich schon deutlich weniger Touris. Die letzten 3,5km sind identisch mit dem Hinweg.

Nach rund 4 Stunden (inkl. Pause) waren die rund 11km bergauf und -ab geschafft.

Zurück im Hotel wartete die verdiente Dusche, bevor es zum Abendessen zu Fuß zurück auf die Einkaufsmeile von Banff ging.

Wegen der kulinarischen, an Touristen angepassten Alternativen und der teils sehr hohen Preise (im dem Städten zuvor deutlich niedriger) verschlug es uns heute Abend zum goldenen „M“. Dem kleinen Hunger sollte dies genügen.