[06. – 09. März 2024] Heute in der früh klingelte um 6:30 Uhr der Wecker, der für uns den heutigen Reisetag einleiten sollte. Bereits vor zwei Tage haben wir für 10€ pP den Catamaran gebucht (über 12Go), der uns mit rund 200 anderen Personen um 9:30 Uhr nach Ko Pha-ngan bringen sollte. Mit etwas mehr als 20 min Verspätung bei der Abfahrt kamen wir schließlich nach einer Stunde Fahrt auf unserer neuen Insel an. Die Überfahrt ist deutlich ruhiger als auf dem High Speedboat, wenngleich der ein oder andere sich auch lieber hier eine Vomex vorab gönnen sollte, besonders bei viel Wind und Wellengang. Am Pier wartete bereits eine Mitarbeiterin des Cookie‘s Salad Resort auf uns, die uns mit ihrem Pickup in knapp 20min die 11km zum Resort gebracht hat.
Das Cookie‘s Salad Resort (124€ für 3 Nächte) selbst liegt an einem steilen Berg und die einzelnen Unterkünfte sind mit teils steilen und schmalen Wegen miteinander verbunden. Absoluter Pluspunkt: direkt, also wirklich direkt und keine 5m unterhalb beginnt der kleine aber malerische und vor allem sehr ruhige Strand. Hier gönnten wir uns bis um Einchecken um 14:00 Uhr noch den ersten Sonnenbrand des Tages. Unser Zimmer selbst liegt etwas überhalb der Rezeption (mehr wir ein Bambus Carport) und vereint Davids lang ersehnte Hängematte mit einem schönen Blick auf die Bucht, die sich hinter ein paar Bäumen versteckt. Nach dem Erfrischen hatten wir beide Hunger und wurden zum Stillen an einer Strandbar unweit von unserem Resort fündig. Leider etwas westlich angehaucht enttäuschte uns das bestellte Curry jedoch auf Grundlage der Erfahrungen der letzten Tage. Das solide TK Curry aus dem Supermarkt hätte hier sicherlich die Nase vorne gehabt.
Ganz optimistisch wollten wir nach einer kurzen Verschnaufpause (auch Essen ist bei praller Sonne anstrengend) noch eine Runde schnorcheln, bevor wir uns in Richtung Abendessen begeben wollten. Kurz vorm Schnorcheln fiel uns jedoch auf, dass etwas wichtiges fehlte, Wasser. Auch wenn die Gezeiten auf der Insel nur rund 80cm überbrücken führte dies dazu, dass in unserer Bucht maximal noch die Knie bedeckt waren. Wir versuchten trotzdem unser Glück, brachen aber nach einige Metern ab, da wir aufgrund des niedrigen Wasserstandes fast eine Begegnung mit Seeigel gemacht hatten.
Deutlich erfolgreicher wird man ein leckeres Abendessen im Pure Pure Kitchen finden. Eine winzige überdachte Terrasse mit fünf Tischen (man sitzt traditionell auf dem Boden) und angeschlossener kleiner Küche bieten eine kleine aber extrem leckere Auswahl an thailändischem Essen und einem Getränkekühlschrank zur Selbstbedienung. Für rund 350 Baht wird man hier mit zwei Personen satt, inklusive zwei Getränken pro Person. Sollte man den Weg zum Pure Pure Kitchen über die dunkle Straße gekommen sein, bietet sich die Abkürzung über den Strand an. Hier kann man direkt die Strandbar für den nächsten Abend aussuchen, die allesamt in schönem Ambiente Tische auf dem Sand aufbauen und die Szenerie mit der ein oder anderen Fackel abrunden. Zurück im Zimmer beendeten wir den Tag, abendliche Stromausfälle inklusive.
Unser Tag startete mit einem köstlichen Frühstück. Das Restaurant des Resorts ist offen gestaltet in den Berg gebaut und bietet einen wundervollen Blick auf den Salad Beach. Wir konnten teilweise inklusive a la carte bestellen (z. B. Eier und Pancakes) oder uns an dem kleinen aber feinen Buffet bedienen.
Nachdem wir am Nachmittag zuvor versucht haben auf dem Trockenen zu schnorcheln, sahen wir unsere Chance nach dem Frühstück, als das Wasser nur noch wenig Sandstrand erblicken ließ. Da das Hotel direkt am Strand lag, konnten wir mit leichten Gepäck quasi direkt in Wasser springen. Hier am Salad Beach waren verstärkt kleinere Fischschwärme zu sehen, aber auch vereinzelt bunte Korallenfische. Die Bucht lässt es zu, dass man schnell seine Welt unter der Wasseroberfläche für eine Stunde oder mehr vergessen kann. Nach einer kleinen Rast im Schatten der Palmen, verbrachten wir die Mittagsstunden im Hotel, um uns für den Rest des Tages auszuruhen.
Für den Abend (17-21 Uhr) hatten wir einen Thai-Kochkurs (38€ p. P.) gebucht. Ganz unkompliziert konnte ich mit Kik (Proud Home Cooking Class) über WhatsApp die Buchung und die Kochwünsche abklären. Wir mieteten uns gegen frühen Nachmittag einen Roller für 24 Std. (6,50€) und führen die Küste Richtung Süden ab. Einen Stopp machten wir zehn Minuten später in der Wave Bar und Slow Café. Ein wunderschöner Spot direkt an einer Steilküste, welcher erst vor weniger Wochen eröffnete. So konnten wir etwas Schatten, Meereswind und kühle Früchteshakes genießen. Bevor unsere weitere zehnminütige Fahrt in Richtung Thai-Kochkurs weiter ging.
Die Location der Cooking Class war sehr liebevoll authentisch gestaltet. Wir wurden herzlich begrüßt und konnten einen hübsch gedeckten Tisch und eine offene bereits vorbereitete Kochecke vorfinden. Insgesamt neun Teilnehmende wurden von Kik und ihrem Team auf gut verständlichem Englisch durch drei Gänge begleitet.
Jede*r Teilnehmende*r konnte ein Gericht für jeden Gang selbst auswählen. Wir hatten uns für eine Tom Yam Suppe, Phad Thai und Mango Sticky Rice entschieden. Mit tollen Gesprächen, viel Spaß und Wissenswertem Know-how über die thailändische Kultur und die verwendeten Zutaten konnten wir Gang für Gang zubereiten. Die thailändische Küche besteht aus vier Geschmacksrichtungen – spicy, souer, sweet and salty – je nach persönlicher Vorliebe konnten wir unser eigenes Gericht unter Anleitung abschmecken. Nach jedem Gang kam die Gruppe zusammen und konnte ihre jeweiligen selbst zubereiteten Gerichte genießen. Selbst für Mückenschutz wurde mit Rauch gesorgt. Da die Gruppe überwiegend deutsch-sprachig war, konnten wir nebenbei noch Tipps für zukünftige Reiseziele in Thailand austauschen.
Extrem satt und glücklich machten wir uns nach einem tollen Kochabend auf den Heimweg und fielen nach einer erfrischenden Dusche ins Bett.
Der letzte vollständige Tag auf Koh Phangan wollten wir noch einmal am Strand und mit Schnorcheln verbringen. Da wir bis 14:30 Uhr noch unseren Roller hatten, ging es rund 5km an der Küste entlang in Richting Norden. Hier wollten wir uns auf dem Weg zum Chaloklum Beach die große Sandbank anschauen, die am Ko Ma Beach die kleine Insel im Norden (Koh Ma) mit Koh Phangan verbindet. Leider hatten wir auch nach nun mehreren Inseltagen die Gezeiten vergessen. Egal, ein kurzer Halt am Strand war hier trotzdem allemal drin, zumal der Ko Ma Beach ruhig und trotzdem wunderschön ist. Nach ca einer Stunde setzte wir unsere Fahrt zum eigentlichen Tagesziel, dem Chaloklum Beach fort. Diesen erreichten wir nach ca. 5 Minuten mit dem Roller und nach genau der gleichen Zeit waren wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Der Chaloklum Beach war für uns leider keine wirkliche Reise wert, zumal der Zugang zum Strand durch ein kleines, sehr dreckiges Dorf und Hinterhöfe führt. Unsere Alternative war der Haad Yao Beach im Süden vom Salad Beach. Der Rückweg zu diesem Strand hat sich dafür umso mehr gelohnt. Hier konnten wir mit sehr wenig anderen Menschen das Meer genießen und eine Runde Schnorcheln. Im Gegensatz zum Strand am Salad Beach ist der Sand hier noch einmal um einiges feiner. Laut Maren sogar schöner als in der Karibik.
Gegen 14:30 Uhr brachten wir pünktlich unseren Roller zur Lamduan Roller Vermietung zurück. Diesen Roller Vermieter haben wir bewusst anhand der grandiosen Google Bewertungen ausgewählt und wurden ebenfalls nicht enttäuscht. Als Kaution für den fast neuen Honda Click 125i mussten wir nur 2000 Baht hinterlegen. Zusätzlich wurde ein Foto von unserem Reisepass gemacht, den wir aber nicht abgeben mussten. Bei der Abgabe wurde der Roller nur mit einem kleinen Blick inspiziert. Aufgrund der absolut freundlichen Begegnung und des vertrauensvolles Angebotes eine absolute Empfehlung! Bis jetzt haben wir auf unsere Reise an den unzähligen Rollervermietungen kein besseren Angebot gesehen, das zudem noch seriös war.
Am Nachmittag gönnte sich Maren noch für 350 Baht direkt im Resort ihre zweite Thai Massage während ich bei einem Peanut Banana Shake und einer eiskalten Cola unseren Blog für heute schreiben. Wer im Cookies Salad Resort sogar einmal intensiver arbeiten möchte, kann dies in zwei kleinen, aber modernen Co-Working Spaces tun. Mir reicht für heute der absolut grandiose Ausblick von der Terrasse des Restaurants.
Für den Abend steht heute nur noch das Abendessen im Resort eigenen Restaurant auf dem Plan. Am Abend vor der Abreise sind wir faul, Urlaub halt!
Ach ja: Morgen lassen wir uns für 300Baht zurück zum Hafen bringen, bevor wir mit dem Speedboat nach Koh Samui übersetzen.














