[24. bis 26. September 2024] Früh aufgestanden machten wir uns auf den Weg von Tromsø zum Dividal Ovre Nationalpark auf. Vorab machten wir im nahegelegenen Supermarkt ein paar Besorgungen. Denn dort wo wir am Ende des Tages landen würden, sind Supermärkte Mangelware. Etwa 2,5 Stunden brauchten wir durch die verregnete Landschaft Nordnorwegens bis zu unserem Startpunkt der Wanderung.
Mit jedem Höhenmeter unserer Wanderung wurde es mehr und mehr Schnee. Trotz des frühen Herbstes lag nach einer Stunde wandern schon mächtig Schnee – eine Überraschung, die die Region in ein winterliches Kleid hüllte. Daher beschlossen wir unsere Wanderung, ursprünglich länger geplant, aufgrund der unerwarteten Schneemenge und eines leichten Regens auf drei Stunden zu verkürzen. Die Mischung aus Nässe und Schnee machte das Gelände rutschig. Möglicherweise hat sich eine*r auf den Hosenboden gesetzt. Die kühle, frische Luft und die völlige Stille schufen dafür aber eine fast mystische Atmosphäre.
Der Regen setzte dem Erlebnis keinen Abbruch – im Gegenteil: Trotz der verkürzten Tour war die Wanderung ein eindrucksvolles Erlebnis, das den unerwarteten Wechsel der Jahreszeiten in dieser wilden, abgeschiedenen Landschaft perfekt einrahmte. Mit guter Laune machten wir uns rund weitere 2 Stunden Autofahrt zu unserer nächsten Unterkunft.
Die Fahrt führte uns durch weite, herbstlich rot und orange gefärbte Wälder und entlang kleinerer Flüsse, die im goldenen Licht des Abends glitzerten. Die Landschaft war beeindruckend, und obwohl es leicht regnete, verstärkte dies nur die herbstliche Atmosphäre. In der Huskylodge angekommen, wurden wir von einem gemütlichen, rustikalen Ambiente und dem freundlichen Heulen der Huskys empfangen. Hier, umgeben von der unberührten Natur, würden wir die nächsten zwei Tage verbringen und die Ruhe genießen.
Der erste Morgen in der Huskylodge begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und eisigen Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt. Nach einem kräftigen Frühstück mit Marmeladentoast und Instant-Kaffee bereiteten wir unsere heutige Tour vor. Übrigens, wer in der Huskylodge nächtigt und sich selbst keine Verpflegung mitbringt, kann zumindest für einen Aufpreis ein Frühstück durch die Unterkunft bekommen.
Bevor das Wandern losging, stand ein wichtiger Punkt auf unserer heutigen Todo: Huskies streicheln 😀
In der Lodge ist es zu jederzeit erlaubt (außer während der Fütterung), in das Gehege der Huskies zu gehen und diese zu streicheln. Die Tiere sind extrem freundlich und betteln fast um Streicheleinheiten. Wer Hunde liebt, wird hiervon nicht genug bekommen!
Unsere heutige Tour findet ihr hier auf Komoot. Angegeben ist die Strecke mit rund 15km Länge inklusive einem knackigen Aufstieg. Wir verkürzten die Tour aufgrund des bereits gefallenen Schnees am ersten Bergsee nach knapp 6,5 km.
Die Tour selbst führt zu Beginn entlang eines Flusses und verläuft dann weiter zwischen Birken und Gräsern bis hin zum Fuße des Berges. Von dort aus gibt es schnell keinen ersichtlichen Pfad mehr, sodass uns unser GPS den Weg weisen musste. Steil bergauf und mit ein paar kleinen Pausen erreicht man nach knappen 700m aufgestiegenen Höhenmetern das Tourenziel.
Nach einer sonnigen aber kalten Pause am See ging es für uns bergab. Dieses Mal deutlich schneller, erreichten wir nach insgesamt 6 Stunden (inkl. Pausen) unsere lieb gewonnene Holzhütte in der Huskylodge.
Fotos sortiert, frisch geduscht und mit einem leckeren selbstgekochtem Essen ließen wir ihn den Abend vorm Kamin ausklingen.















