Tag 11 [Nusfjord]

[03.Oktober 2024] Unsere Reise von Henningsvær nach Nusfjord Beginn direkt nach dem Frühstück in der Traverefabrikken. Nachdem der Morgen in Regen getaucht war, entschieden wir uns für einen Abstecher nach Fredvang, um den Ryten zu erklimmen. Die Fahrt führte uns wieder an viele Fjorden und sogar durch eine Kuhherde vorbei. Am Startpuntk angekommen machte uns jedoch das Wetter einen Strich durch die Rechnung – heftige Regenschauer und unsichere Wettervorhersagen ließen uns den Plan überdenken. Statt des 500 Meter hohen Ryten entschieden wir uns für einen etwas niedrigeren Berg in der Nähe, der auf 250 Meter Höhe lag.

Das kurze Zeitfenster von 2 bis 3 Stunden trockenem Wetter nutzten wir optimal aus. Der Aufstieg war steil, aber die Belohnung folgte schnell: Ein traumhafter Blick auf die Küste mit ihren weißen Sandstränden, die in der Ferne fast karibisch wirkten – wenn es nicht so kalt gewesen wäre. Oben auf dem Berg peitschte der Wind und es fühlte sich schon fast mehr nach Winter als nach Herbst an. Der Kontrast zwischen dem rauen, nordischen Klima und den strahlenden Stränden war dafür faszinierend. Doch das Wetter hielt sich nur knapp: Etwa 300 Meter vom Auto entfernt erwischte uns der Regen doch noch.

Trotz des feuchten Endes unserer Wanderung machten wir uns zufrieden auf den Weg nach Nusfjord. Dort erwartete uns ein kleines, idyllisches Fischerdorf, das mit seiner Authentizität und dem Charme vergangener Zeiten beeindruckte. Unsere Unterkunft für die Nacht war in einer traditionellen „Rorbuer“, den typischen Fischerhütten der Lofoten. Auch wenn die Hütte schlicht eingerichtet war und es ihr etwas an Gemütlichkeit fehlte, war es dennoch ein besonderer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.

Ein Tag, der wieder einmal zeigte, wie unvorhersehbar das Wetter in Norwegen sein kann – aber auch, wie atemberaubend schön die Natur ist, selbst unter wechselhaften Bedingungen.