Tag 11 [Peso da Régua]

[15. November 2022] Allein in der großen Quinta de Alvarenga aufgewacht, konnten wir den Tag ganz gemütlich starten. Wie vereinbart kam kurze Zeit später die nette Dame vom Ankunftstag zu uns in die Quinta und zauberte uns ein kleines, aber feines Frühstück mit dampfendem Kaffee und frischem Rührei in dem großen Esszimmer, in dem locker 12 Personen Platz finden könnten.

Alvarenga begrüßte uns an diesem Morgen jedoch mit dicken Regentropfen, die sich auf dem Weg in Richtung Peso da Régua über die Hügel und Berge des portugiesischen Nordens eher zu einem Monsun entwickelten. Vernebelte Täler und Serpentinenstraßen, an denen sich links und rechts on den Felsen kleine Wasserfälle bildeten, waren aber durchaus erlebnisreich. Wir wollten die Fahrt ins Douro-Tal, welches bekannt für die Portweine ist, in Pinhão starten. Der Regen ließ uns unsere Pläne ändern, sodass wir in das Städtchen Lamego fuhren. Hier konnten wir unseren Kaffeedurst und die Sucht nach ein paar Pastéis de Nata stillen und einen Blick auf Santuário de Nossa Senhora dos Remédios, die über eine beeindruckende Treppe zu erreichen ist, werfen.

Wir stärkten uns nach einem Spaziergang durch Lamego mit einer Pizza in der Pizzeria Mafiosa (8,00 € p.P.) – in weiser Voraussicht, dass uns am Nachmittag in unserer Unterkunft eine Weintour mit (Port-) Weinverkostung bevorstand. Zur Mittagszeit war dieses Lokal zu unserer Überraschung auch mitten in der Woche sehr voll und wir konnten dem lebhaften Treiben der Portugies*innen lauschen.

Eingecheckt in die Quinta da Paccheca (178,00 € inkl. Frühstück), haben wir unsere Weintour (22,00 p.P. inkl. Wein & Käse) gestartet. Quasi eine Privattour, da wir die einzigen Gäste waren. November ist auch hier nicht die hochfrequentierte Reisezeit. Die Mitarbeiterin des Weingutes berichtete uns aber nicht weniger engagiert von der Geschichte der Quinta, zeigte uns die Räumlichkeiten, die das Stampfen der Trauben ermöglichen und den großen Weinkeller. Im Anschluss daran konnte mit dem passenden Know-how im Gepäck unsere Weinverkostung starten. Zu unserer Enttäuschung mussten wir nach unserem „ersten Mal Portwein“ aber feststellen, dass das nicht unser Lieblingswein wird. Viel zu süß und schwer für uns!

Leicht angeheitert beendeten wir unseren Tag im Douro-Tal mit einem verträumten Blick über die Weinfelder.