[16. bis 18. November 2022] Der Regen begleitete uns leider auch an diesem Tag, sodass wir das ausgiebige Frühstücksbuffet in der Quinta da Pacheca ausgekostet haben. Unser nächster Stopp sollte die Hafenstadt Port sein. Bereits von vielen Freunden hat man Empfehlungen für genau diese portugiesische Stadt bekommen. Nachdem wir von Lissabon und Coimbra ein wenig enttäuscht waren, fuhren wir mit gemischten Gefühlen in die nächste größere Stadt Portugals.
Auf dem Weg in Richtung Unterkunft organisierten wir uns die vorab online gekauften Porto Cards (20,00 € p.P für 48 h) in einer Touristeninformation. Einer von uns checkte kurz samt Gepäck in die Unterkunft RVA – Sao Joa Novo Apartments (132,00 € für 2 Nächte) ein, währenddessen der andere in den engen Gassen Portos mit dem Mietwagen wartete. Danach begann die Odyssee in Richtung Mietwagenabgabe. Portos Gassen sind nicht besonders PKW-freundlich un der andauernde Platzregen machte die Fahrt nicht angenehmer. Richtig unangenehm war aber, dass wir zwei Tankstellen anfuhren und feststellen mussten, dass Google versäumt hatte, diese als geschlossen zu markieren. Quer durch das Stadtgebiet gefahren, um den Tank für die Abgabe zu füllen, waren wir dann am Ende heilfroh, den Mietwagen bei Europcar abzuliefern. Die Rückfahrt Richtung Apartment haben wir per Bus in Angriff genommen. Völlig durchnässt kamen wir nach einer guten halben Stunde in dem Apartment an.
Aber das Apartment besänftigte uns. Mit hohen Decken, einer modernen Ausstattung, großem Bad und den Blick in Richtung Wasser, konnten wir uns so von der Anfahrt nach Porto erholen. Stellte sich nun die Frage, wie wir schnell an etwas zu Essen kommen konnten ohne besonders nass zu werden. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass bereits 100 Meter bei diesem Platzregen entscheidend waren. So suchten wir einen Burgerladen etwa 90 Meter von der Unterkunft entfernt aus und gelangten so durch glücklichen Zufall in der coolsten Burgerbude der Stadt. Der Holy Sandwich Shop rettete und an diesem verregneten Abend und bot uns einen saften medium gebratenen Burger samt Kartoffel Fries und wunderbare Cocktails. Sehr empfehlenswert ist der Porto Sour und der Porto Tonic, die den traditionellem Portwein ein hippes Gewand verleihen. Einen besonderen Charme macht aber vor allem die herzliche Bedienung, der direkte Blick in die Küche und die 2000er-Rock-Musikauswahl. Eine absolute Empfehlung. Wir versprachen dem Besitzer schon an diesem Abend, dass wir am nächsten wieder kommen würden.
Am nächsten Morgen begrüßte uns Porto mit blauem Himmel und einem wunderbaren Blick über den Rio Douro aus unserem Apartment heraus. Nach einem kleinen Frühstück in einer nahegelegenen Pastelaria starteten wir unsere Stadterkundung. Einen ersten Überblick über Porto verschafften wir uns vom Torre dos Clerigos aus. Die rund 200 Stufen sind schnell geschafft, wenn einem niemand entgegenkommt und verschaffen einen tollen Blick über die Dächer Portos. Bei unserem Spaziergang nahmen wir die Avenida dos Aliados und warfen einen Blick in den Bahnhof Sao Bento, der mit wunderschönen handgemalten Fliesen ausgestattet ist. Nach einem kleinen Snack mit den immer wieder köstlichen Pastei de Nata in dem Lokal Castro bummelten wir uns durch die hübschen Gassen in Richtung Hafen. Hier findet man viele kleine Lokale mit Blick auf das Wasser zu Touri-Preisen.
Unser Spaziergang führte uns über die Ponte Dom Luis I zur anderen Uferseite. Der Blick auf Porto ist von hier besonders eindrucksvoll. Man kann sich gut vorstellen, wie Porto vor mehreren Hundert Jahren eine blühende Hafenstadt war. Im Vergleich zu Lissabon hat sich Porto den portugiesischen Charme trotz Tourismus erhalten. Für einen Snack an der anderen Uferpromenade empfiehlt sich der Bauernmarkt Mercado Municipal Da Beira Rio. Hier kann man zwischen verschiedenen Street-Food-Markt Buden auswählen. Der Ausgang der Bauernmarktes führte uns direkt zu der Seilbahn (4,50 p.P), die uns zurück zur Ponte Dom Luis brachte und uns eine angenehme Fahrt mit wundervollem Blick über den Rio Douro bescherte.
Den Abend verbrachten wir, wie versprochen, in unserer Burgerbude des Vertrauens und blickten auf ganz wunderbare 2 Wochen Portugals zurück. Viele verschiedene kleine und größere Abenteuer haben wir erlebt und konnten tolle Erfahrungen und Eindrücke gewinnen. Portugal war bestimmt nicht das letzte Mal unser Reiseziel.
Den letzten Tag in Porto verbrachten wir lediglich bei einem wunderbaren Brunch in dem Café Swallow Decadent Brunch, um die Zeit bis zu unserem Rückflug zu überbrücken.
















