Tag 13-15 [Ko Samui]

[09. – 12. März 2024] Wenn wir eines festhalten können, dann ist es, dass Busse und Flugzeuge in Thailand relativ pünktlich oder sogar überpünktlich sind. Gleichzeitig lässt sich festhalten, dass Schiffe das hier nicht so drauf haben. Tipp von mir: immer genug Puffer für eine Weiterfahrt einplanen. Mit 45 Minuten Verspätung kamen wir also auf Koh Samui an. Die Fährüberfahrt an sich dauerte nur 25 Minuten. Die Fahrt mit dem Lomprayah Catamaran haben wir über 12Go (11€ p.P.) gebucht.

Über unser Hotel hatten wir bereits ein Taxi für 7,80€ gechartert. Am Pier werden allerdings Transferfahrten für die Hälfte angeboten. Das nächste Mal würde ich also die Angebote der Fährgesellschaft nutzen.

Wir konnten direkt einchecken und das wunderschöne Zimmer im So Kohkoon Resort (218 € für 3 Tage allerdings ohne Frühstück) genießen. Eine kurze Verschnaufpause und Orientierungsphase später machten wir uns auf den Weg einen Roller zu mieten. Anders als auf den anderen beiden Inseln war die Auswahl geringer und die Konditionen teuerer. Auch konnte man Roller nicht für einen sondern meistens nur direkt für drei Tage mieten. Die Google Rezensionen führten uns 150m weiter. Hier waren wir jedoch erfolglos, da alle Roller bereits vermietet waren.

Im Netz fand ich Samui Bike & Care Rent. Ein Anbieter, der die Roller zum Hotel bringt und auch wieder abholt. Ein Paar WhatsApp später hatten wir für 7,80 € pro Tag einen Roller, der uns 20 Minuten später geliefert wurde. Bisher konnten wir immer Anbieter finden, die anstelle des Reisepasses auch eine Kaution (von 77€ bis 130€) verlangt haben. Für uns war das immer die bessere Wahl, als das „Ticket nach Hause“ als Pfand zu hinterlegen.

Unser erster Stopp sollte unseren Hunger stillen. Bei Big Sister, einer Garküche direkt an der Hauptstraße, gab es für jeden von uns ein köstliches Pad Thai (8€ inklusive Getränke). Im Vergleich zu den anderen beiden Inseln ist der Verkehr deutlich stärker und die Hauptstraßen deutlich lauter. Daran muss man sich erstmal wieder gewöhnen.

Mit vollem Magen ging es für uns zum Plai Laem Tempel. Ein buddhistischer Tempel, der für seine beeindruckende Architektur und religiösen Statuen bekannt ist. Besonders die riesige Statue der Guanyin, der Göttin der Barmherzigkeit und der Buddha der Zukunft ist beeindruckend und wunderschön. Beide liegen auf Plattformen auf einem hübsch angelegten See. Nur wenige Fahrminuten entfernt befindet sich der Big Buddha Tempel. Ist ebenfalls ein bekannter buddhistischer Tempel auf Koh Samui. Die goldene Buddha-Statue, die eine Höhe von etwa 12 Metern erreicht, kann man bereits von weitem sehen. Der Platz vor dem Tempel ist mit Souvenirläden gepflastert. Wer es mag. Die Tempel selbst haben wir nicht besichtigt. Dafür waren wir zu sommerlich gekleidet – auch wenn das andere Touristen nicht abhält.

Müde von der Sonne und dem vielen Verkehr, machten wir uns auf dem Weg in Richtung Hotel.

Der heutige Tag sollte mit der Suche nach einem leckeren Frühstück außerhalb des So Kohkoon Beach Resorts starten. Hier im Resort gibt es zwar die Möglichkeit zu Frühstücken, aber es gibt kein Buffet und das Preis–Leistungsverhältnis passt auch für thailändische Verhältnisse einfach nicht.

Fündig wurden wir kurze Zeit später und rund 150m die Hauptstraße rauf. Im kleinen französischen Café La Fabrique French Bakery Bangrak gibt es guten Kaffee und eine kleine Auswahl an frischem Gebäck Croissants und Kuchen. Für rund 250 Baht finden zwei Personen hier einen guten Einstieg in den Tag.

Da es für uns der vorletzte Tag auf einer der thailändischen Inseln ist, wollten wir heute noch einmal die Sonne genießen und im Meer schwimmen. Mit unserem gestern gemieteten Roller ging es turbulent 20 Minuten die Hauptstraße Richtung Süden zur Ostküste. Wer sich auf dem Roller unwohl fühlt oder wem viel Verkehr etwas ausmacht, der sollte sich via Google Maps definitiv eine alternative Route durch die kleinen Nebenstraßen suchen. Hier kann man gemütlich mit 30km/h auch mal einen interessierten Blick nach links und rechts werfen. 

Am Coral Beach angekommen findet man ausreichend Parkmöglichkeiten für einen Roller. Der Strand selbst ist durch eine kleine Strandbar zu erreichen, in der es gute Sandwiches und leckere Fruchtshakes für kleines Geld gibt. Merklich ist die deutlich ausgeprägtere Brandung im Gegensatz zur Westküste der Inseln. Durch ein bisschen Wind hatte wir so schnell Wellen mit bis zu einem Meter am Strand. Hier gilt es schon den richtigen Moment abzupassen, um beim Gang ins Wasser nicht schon direkt wieder an den Strand gespült zu werden (passiert uns natürlich niemals). Wenn das Meer ruhig ist, soll sich der Coral Beach entsprechend seines Namens wunderbar zum Schnorcheln eignen. Aufgrund der Wellen und des aufgewühlten Sandes blieben unsere Taucherbrillen direkt im Rucksack. Knappe drei Stunden und genug Sonne später ging es mit dem Roller zurück zur Unterkunft. Hier war der Plan uns nachmittags etwas auszuruhen, dringend zu duschen und uns auf den abendlichen Besuch im Fisherman‘s Village vorzubereiten. Das Fisherman‘s Village ist ein altes Fischerdörfchen im Norden Koh Samuis. Heute ist es eine bekannte Attraktion für Touristen, die vor allem in den Abendstunden zum Bummeln in die bekannte Straße mit Läden, Bars und Restaurants einlädt. 

Die vielen Geschäfte und Märkte laden zum flanieren und essen ein. Für uns reichte aber ein Gang durch durch alle Straßenzüge und die Märke, auf jeden es unzählige Plagiate zu kaufen gibt. Da an den Essensständen alle Verkäufer verzweifelt versuchten die Fliegen zu vertreiben, haben wir uns dazu entschlossen unser Abendessen im The Hut, einer Lonely Planet Empfehlung, zu uns zu nehmen. Gibt gibt es traditionelle leckere Gerichte für kleines Geld. Kleiner Tipp: „medium spicy“ ist hier deutlich schärfer gegenüber dem medium spicy was den Touristen sonst angeboten wird.

Der letzte Tag um den Strand zu genießen brach an! Nach einem ruhigen Frühstück im Café um die Ecke, machten wir uns mit unserem Roller über Land zum Silver Beach auf. Laut Google einer der schönsten Strände auf ganz Koh Samui. Ein wundervoller langer Sandstrand begrüßte uns bei der Ankunft. Leider aber auch viele weitere Touristen.

Wir fanden ein schattiges Plätzchen unter Palmen, waren aber schon fast ein bisschen überfordert von der Menge an Menschen. Leider war auch hier der Meeresboden so aufgewühlt, dass wir nicht schnorcheln konnten. Das badewannenwarme Wasser besänftigte uns dafür sehr, sodass wir die Zeit fast ausschließlich im Meer verbrachten. Der Silver Beach ist mit seinem weißen und feinem Sand wirklich hübsch von thailändischen Felsen umschlossen und bietet mit vielen Palmen und Bäumen einige schattige Plätze. Wer ein bisschen mehr Trubel mag, findet es hier bestimmt toll. Für Snacks zum Mittag gibt es eine Hand voll Strandbars.

Nachmittags ließen wir uns am Strand des Hotels nieder und genossen die Ruhe und die letzten Sonnenstrahlen. Unseren Roller ließen wir abholen und bekamen ohne Probleme unsere Kaution wieder.

Den Abend verbrachten wir im Lokal Noi Friendly 400m entfernt. Wir orientieren uns hier an guten Google Bewertungen oder Empfehlungen von unserem Lonely Planet Reiseführer. Hier bekommt man für 7€ p.P. ein Hauptgericht und Getränk in bester Thai-Qualität.