Tag 14-16 [Storvik]

[06. bis 08.Oktober 2024] Der letzte Tag auf den Lofoten verlief anders als erwartet – geprägt vom Warten. Nach einem entspannten Spaziergang durch Hamnøy und Reine sowie einem guten Kaffee im Café Bringen, wollten wir die Fähre um 15:30 Uhr nach Bodø nehmen. Doch leider wurde diese Fahrt gestrichen, und wir mussten bis 19 Uhr warten. Die spätere Fähre, mit zwei zusätzlichen Stopps, verlängerte die Überfahrt auf 7 Stunden. Nach einer weiteren 1 ½-stündigen Autofahrt erreichten wir mitten in der Nacht unsere Unterkunft in Storvik. Solche Überfahrten planen wir immer mit ein paar Tagen Abstand zu unserem Heimflug an, da wir so genügend Puffer haben, falls wir heute doch mal was nicht so glatt läuft. Trotz der Verzögerungen blieb es ein würdiger Abschied von den Lofoten. Die nächsten drei Tage würden wir entspannt in der Storvik in einer zu Ferienwohnungen sanierten Schule verbringen und das Festland von Norwegen erkunden.

Nachdem wir heute Nacht erst um 4 Uhr Bett waren, klingelte der Wecker heute früh erst um 10 Uhr. Ohne schlechtes Gewissen begrüßte uns der Tag heute mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, was sich auch den gesamten Tag über nicht ändern sollte.

Trotz der Sonne und den angenehmen 6-8 Grad, gab es über Nacht Bodenfrost und teils vereiste Straßen.

Nach einem guten Frühstück wollten wir einen entspannten Tag in der Natur verbringen. Rund eine Stunde mit dem Auto Richtung Süden gelangt man zum Glomfjord. Dieser Fjord fügt sich malerisch in das Panorama ein, wird umgeben von zwei Gebirgszügen, von denen beide mit ein bisschen Puderzuckerschnee gekrönt waren. Das türkisfarbene Wasser des Fjords wird zudem durch eine Gletscherzunge optisch abgerundet.

Uns persönlich gefällt diese Ecke von Norwegen fast noch ein bisschen besser als die Lofoten selbst. Landschaftlich stechen diese zwar noch deutlich hervor, rein touristisch findet sich rund um Storvik aber die deutlich erholsamere Gegend.

Der einzige Nachteil für Naturliebhaber ist, dass es hier kaum längere Wanderungen gibt. Die Landschaft wird primär von der Landstraße durch die Fjorde durchzogen und hier und da findet sich eine Möglichkeit eine kurze und knackige Tour auf einen der angrenzenden Gipfel zu absolvieren.

So endete der Tag für uns nach mehreren kleinen Spaziergängen an unterschiedlichen Ausgangspunkten entlang des Fjordes bei einer leckeren Pizza und Tee gemütlich auf der Couch in unserer alten Schule in Storvik.

Der Tag vor unserer Abreise in Storvik begann deutlich regnerischer als gestern. Für diesen Tag haben wir uns trotzdem eine kleine Wanderung (hier der Komoot Link) rund 20 Minuten nördlich von Storvik entschieden.

Die 10 km lange Wanderung für über 480 Höhenmeter auf einen kleinen Gipfel am Rande eines Fjordes. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf das kleine Dörfchen Inndyr, an dessen Grundschule wir den Parkplatz für die Wanderung gefunden haben.

Aufgrund des Wetters haben wir uns jedoch dazu entschlossen nur einen Teil der Wanderung zu laufen, dass das 2 Stunden auf dem matschigen Trampelpfad der kalte und nasse Teil des Tages für uns absolviert war. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir bei heißem Tee und einem Buch in unserer Unterkunft. Morgen geht es auf nach Bodø, den Mietwagen zurückgeben, etwas durch die Stadt bummeln und die letzte Nacht im Hotel „Smarthotel Bodø“ verbringen, bevor es am Donnerstag mittags auf den geplanten Rückflug geht.