Tag 15-16 [Christchurch]

[17. bis 18. März 2025] Heute begann unser Tag in Kaikoura mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg nach Christchurch machten. Die Fahrt dauerte etwas mehr als zwei Stunden, und unser Ziel war es, pünktlich zur Mittagszeit in der Stadt anzukommen – denn für heute stand ein besonderes Highlight auf dem Plan: ein Besuch im Willowbank Wildlife Reserve.

Das Willowbank Wildlife Reserve ist kein klassischer Zoo, sondern ein weitläufiges, naturbelassenes Wildgehege, das eine beeindruckende Vielfalt an Tieren beherbergt. Neben einheimischen Arten wie Pferden, Kühen und Schwarznasenschafen konnten wir hier auch exotische Wildvögel, bunte Papageien, Lamas, Otter, Schweine und sogar Wallabys beobachten. Doch das absolute Highlight des Parks ist ohne Zweifel der Kiwi – Neuseelands legendärer, aber stark gefährdeter Nationalvogel.

Da Kiwis nachtaktiv und in freier Natur nur äußerst schwer zu entdecken sind, war die Begegnung mit diesen seltenen Vögeln ein echtes Erlebnis. Im abgedunkelten Bereich des Parks konnten wir drei der insgesamt vier dort lebenden Kiwis zwischen den Pflanzen und Steinen aufstöbern. Ein unvergesslicher Moment!

Nach unserem Besuch im Wildlife Reserve machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft für die Nacht – dem Alton Motel. Obwohl wir hier nur eine Nacht verbringen, haben wir ein geräumiges und sauberes Zimmer zu einem fairen Preis bekommen. Besonders erfreulich: Dieses Mal hatten wir sogar einen Herd, sodass wir uns am Abend selbst eine warme Mahlzeit zubereiten konnten – eine willkommene Abwechslung nach vielen Restaurantbesuchen.

Nach dem Einchecken zog es uns noch einmal nach draußen. Wir spazierten durch den riesigen Hagley Park, die grüne Lunge der Stadt, und erreichten schließlich die Fußgängerzone im Zentrum. Kaum angekommen, wurden wir von der bekannten Hop-on / Hop-off Tram überrascht, die mit ihrem nostalgischen Design ein wenig an die berühmten Straßenbahnen von Lissabon erinnerte.

Da heute strahlender Sonnenschein und heiße 30 Grad herrschten, gönnten wir uns eine wohlverdiente Erfrischung: ein leckeres Eis bei Rollicking Gelato, einer beliebten Eisdiele in Christchurch. Perfekt, um den warmen Sommertag ausklingen zu lassen!

Nach einem kurzen Bummel durch die Innenstadt machten wir noch einen Abstecher zum Supermarkt, um Zutaten für unser Abendessen zu besorgen. Zurück im Motel genossen wir dann unser selbstgekochtes Essen und ließen den Tag entspannt auf der Couch ausklingen – eine willkommene Pause nach einem erlebnisreichen Tag.

Morgen geht es für uns weiter zum Lake Tekapo, wo wir uns auf atemberaubende Landschaften und den berühmten Sternenhimmel freuen. Neuseeland begeistert uns jeden Tag aufs Neue!

Ein unerwartetes Abenteuer: Ein Vormittag im Antarktis Center Christchurch

Eigentlich hatten wir geplant, direkt morgens von Christchurch nach Lake Tekapo zu fahren. Doch als der Wetterbericht für den Tag anhaltenden Regen vorhersagte, entschieden wir uns kurzfristig um. Wir folgten den vielen Empfehlungen aus dem Netz und fuhren in das Antarktis Center.

Christchurch ist einer der fünf internationalen Ausgangspunkte für Antarktis-Expeditionen. Von hier aus starten Flüge mit Forscher*innen und Wissenschaftler*innen in die eisige Welt des Südpols. Das Antarktis Center bringt Besucher*innen diese faszinierende Region auf interaktive und spannende Weise näher – und genau das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Kaum waren wir im Antarktis Center angekommen, tauchten wir in die Welt der Polarregionen ein. Eines der Highlights war die Fahrt mit einem Hagglund, einem robusten, kettenbetriebenen Fahrzeug, das auch unter extremen Bedingungen im Eis besteht. Auf einem speziellen Hindernisparcours konnten wir hautnah erleben, wie es sich anfühlt, durch schneebedeckte Landschaften zu fahren – inklusive steiler Anstiege, wackeliger Brücken und sogar einer Wasserdurchquerung. Besser als die Wilde Maus auf der heimischen Cranger Kirmes!

Ein weiteres Highlight wartete direkt um die Ecke: Huskies! Die flauschigen Schlittenhunde ließen sich bereitwillig streicheln und sorgten für viele glückliche Gesichter. Im Antarktis Center werden auch verletzte Blaue Pinguine, die kleinste Pinguinart der Welt, gerettet und gepflegt. Viele von ihnen wurden durch Fischernetze oder Raubtiere verletzt und finden hier ein sicheres Zuhause. Bei der Fütterung konnten wir die Pinguine aus nächster Nähe beobachten und erfuhren spannende Geschichten über ihre Rettung.

Neben diesen Erlebnissen erfuhren wir auch eine Menge über die Forschungsmissionen in der Antarktis. Von den Herausforderungen des Überlebens bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt bis hin zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Klima – die Ausstellung bot spannende Einblicke.

Obwohl der Regen unsere ursprünglichen Pläne durchkreuzte, erwies sich der spontane Besuch im Antarktis Center als absolut lohnenswert. Es war faszinierend, in die Welt der Polarforscher einzutauchen und selbst ein wenig „Antarktis-Feeling“ zu erleben.

Gegen Mittag machten wir uns dann – um einige spannende Erlebnisse reicher – auf den Weg nach Lake Tekapo.