Tag 17-18 [Lake Tekapo]

[19. bis 20.März 2025]

Ein Tag in Lake Tekapo & die Wanderung zum Hooker Lake

Unser erster voller Tag in Lake Tekapo begann mit einer halbwegs ruhigen Nacht – zumindest ab 23 Uhr, nachdem einige Hostelgäste ihr nächtliches Wäschetrocknen per Föhn beendet hatten. Für den heutigen Tag stand eine der bekanntesten Wanderungen in der Umgebung auf dem Programm: der Hooker Valley Track.

Wanderung zum Hooker Lake

Der Hooker Valley Track startet an einem Wanderparkplatz etwa 100 km von Lake Tekapo entfernt. Die Strecke führt rund 5 km durch ein malerisches Tal bis zum Hooker Lake, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf den Mount Cook, Neuseelands höchsten Berg, genießen kann.

Die Wanderung selbst ist relativ einfach: nur 150 Höhenmeter sind zu überwinden, dafür aber über drei lange Hängebrücken, die sich perfekt für spektakuläre Fotos eignen. Der gut ausgebaute, geschotterte Weg ist fast durchgängig flach, sodass sich selbst Sandalentouristen sicher fortbewegen konnten.

Parken & Besucherandrang

Ein wichtiger Tipp: Wer bei gutem Wetter unterwegs ist, sollte früh am Parkplatz ankommen! Wir waren erst gegen 11:30 Uhr da und waren überrascht, wie viele Wanderer bereits vor Ort waren. Der Parkplatz war restlos überfüllt – geschätzt 500 Autos, Camper und Wohnmobile parkten entlang der Straße. Entsprechend voll war auch der Wanderweg, sodass es an schmalen Stellen oder kleinen Steigungen gelegentlich zu Staus kam.

Am Hooker Lake selbst lohnt es sich, ein wenig nach einem ruhigen Platz zu suchen – mit ein wenig Geduld findet man eine abgelegene Ecke, um die grandiose Aussicht in Ruhe zu genießen.

Rückweg & Tanken nicht vergessen

Der Rückweg verlief problemlos, doch ein weiterer Tipp für alle, die diese Tour machen wollen: Auf dem direkten Weg von Lake Tekapo zum Hooker Valley Track gibt es keine Tankstelle! Entweder plant man einen 30-minütigen Umweg ein oder stellt sicher, dass der Tank in Lake Tekapo noch ausreichend gefüllt ist.

Entspannen am Lake Tekapo

Nach der Wanderung gönnten wir uns ein entspanntes Abendessen am Ufer des Lake Tekapo. Beim Foodtruck “Better Batter” ließen wir den Tag bei leckerem Essen und strahlendem Sonnenschein ausklingen – ein perfekter Abschluss für einen großartigen Tag in der Natur.

Fazit: Der Hooker Valley Track ist ein absolutes Muss für Naturliebhaber und bietet beeindruckende Ausblicke auf den Mount Cook. Früh ankommen und vorausschauend tanken sind jedoch klare Empfehlungen, um die Tour in vollen Zügen zu genießen!

Unser zweiter voller Tag in Lake Tekapo begann entspannt – genau das Richtige, um die beeindruckende Natur dieser Region in vollen Zügen zu genießen. Auf dem Plan stand eine rund 12 Kilometer lange Wanderung entlang des türkisblauen Sees bis hinauf auf den Gipfel des Mount John.

Von unserer Unterkunft aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Der erste Abschnitt führte uns direkt am steinigen Ufer des Sees entlang bis zum westlichen Ende von Lake Tekapo. Der Morgen war noch leicht bewölkt, doch nach und nach verzogen sich die letzten Wolken, und gegen Mittag begrüßte uns wieder der strahlend blaue Himmel, den wir schon am Vortag erlebt hatten.

Nach etwa fünf Kilometern führte der Weg ins Landesinnere, und hier begann der anstrengendere Teil der Tour: der Anstieg auf den 1.031 Meter hohen Mount John. Die rund 350 Höhenmeter machten sich in den Beinen bemerkbar, doch mit jedem Schritt wurde die Aussicht spektakulärer. Oben angekommen erwartete uns nicht nur eine fantastische Rundumsicht auf den See und die umliegenden Berge, sondern auch das bekannte Mount John Observatory der Universität Canterbury. In der Nacht gilt dieser Ort als einer der besten der Welt zur Sternenbeobachtung, da es hier kaum Lichtverschmutzung gibt.

Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns an den Abstieg und kehrten nach rund 3,5 Stunden zurück ins kleine Städtchen. Dort belohnten wir uns – wie es inzwischen fast schon Tradition ist – mit einem guten Kaffee. Doch die Entspannung währte nur kurz: Zurück in der Unterkunft mussten wir plötzlich wegen eines Feueralarms das Gebäude verlassen. Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Nach dieser kleinen Unterbrechung ließen wir den Abend entspannt ausklingen. Bei Monster Kitchen, einem gemütlichen Foodtruck, genossen wir unser Abendessen und ließen den Tag Revue passieren. Eine Wanderung mit atemberaubenden Ausblicken, ein ungeplanter Feueralarm und ein leckeres Essen – ein rundum gelungener Tag in Lake Tekapo!