Tag 4 & 5 [Lissabon]

[08. bis 10. November 2022] Den Morgen starteten wir mit einem ausreichendem Frühstück auf der Terrasse des Hotels mit Blick auf die Bucht von Vila Nova de Milfontes. Am Horizont konnten wir bei einer warmen Tasse Kaffee noch die Wellen des Atlantiks an den Felsen der Steilküste sehen UND hören. Von Vila Nova de Milfontes fuhren wir mit unserem Mietwagen in die Hauptstadt von Portugal: Lissabon. Um uns genüsslich den Flair der portugiesischen Gassen hingeben zu können, nahmen wir uns ganze zwei Tage und Nächte Zeit.

Schnell wurden wir in Reiseratgebern fündig, dass es nicht clever ist mit einem PKW in die City zu fahren. Also entschieden wir uns dafür, den Mietwagen etwas außerhalb in einem Parkhaus Saba Gare do Oriente (ca. 20,00 € für 48 h) unterzustellen und per Park and Ride in die City zu fahren. Das Parkticket konnten wir bereits online kaufen und mussten den digitalen Voucher gemeinsam mit unserem gezogenen Ticket an einem Schalter in dem unterirdischen Teil des Busbahnhofes vorzeigen, um es direkt für die 48 h freischalten zu lassen. Achtung der Schalter ist schwer zu finden. Er befindet sich auf der rechten Seite, wenn Du dich in der Halle Richtung Ladenzeilen bewegst. Von da aus gelangst Du in einer guten halben Stunde per Buslinie 708 in die Innenstadt. Da wir für die Fahrt in die City bereits ein Busticket benötigten und auch den Rest der zwei Tage gerne ÖPNV nutzen wollten, haben wir auf dem Weg zum Parkhaus gleichzeitig auch die Lisboa Card (35,00 € p.P.) online gekauft und an der Abholstelle Ask Me Lisboa Rossio unter Vorlage des digitalen Vouchers abgeholt.

Eingecheckt in unsere Unterkunft im Lisbon Wine House, (148,00 € für 2 Nächte excl. Frühstück) inmitten der Innenstadt, konnten wir in unsere Sightseeingtour ausschwärmen. Die Unterkunft bietet nicht mehr als ein Zimmer in das gerade eben so ein Doppelbett passt, aber ist dafür hipp eingerichtet und zentral in Lissabon gelegen. Leider ist die Unterkunft nicht wirklich zu empfehlen, da ab Tag 2 der Raumduft verflogen und der muffige Geruch die Oberhand erhalten hat.

Wie könnte man besser einen Aufenthalt in Lissabon starten, wenn nicht mit einer Fahrt in der 28E Tram. Wir haben die 35 Minuten Fußweg zur Endstelle Campo Ourique auf uns genommen, um noch einen Sitzplatz zu ergattern und die Fahrt durch Lissabons Innenstadt auf der historischen Bahnstrecke zu genießen. Ich muss zugeben, dass der Comfort in der alten Holzbahn auf der Strecke bleibt, aber der Flair ist einzigartig.

Mittlerweile dämmerte es bereits. Es lohnt sich aber auch, bei Einbruch der Dunkelheit das Castelo de Sao George (10,00 € p.P.) zu besichtigen, da der Blick auf das beleuchtet Lissabon wundervoll ist. Diesen Blick konnten wir auch in dem kleinen Lokal Chapito a Mesa (ca. 30,00 € p.P) genießen. Die Karte ist klein, das Essen geschmacklich perfekt und das Ambiente sowie der Ausblick wundervoll.

Auf dem Rückweg zum Hotel konnten wir die Fahrt mit der Tram 28E vollenden und hatten einen ersten tollen Eindruck von Lissabon.

Der nächste Morgen begann sehr entspannt. Ziel war es, zum Frühstück nach Belém zu fahren, um dort ein paar leckere Pastei de Nata im wohl bekannten Pastéis de Belém zu genießen. Auf dem Weg dorthin haben wir uns jedoch umentschieden und einen gemütlichen Halt im kleinen einheimischen Café Pastelaria Emenda einzulegen. Hier kannst Du einen Espresso (0,80 €) und leckeres Gepäck für einen ebenfalls kleinen Preis genießen.

Ein paar Minuten Fußweg entfernt liegt die S-Bahn Station Cais do Sordé. Von hier aus kannst Du die S-Bahn direkt nach Belém nehmen. Um nicht orientierungslos über den Bahnsteig zu laufen, sei Dir gesagt,  hier gibt es zwar mehrere Bahnsteige, aber es fährt immer nur die gleiche Linie ab. 😉

In Belém angekommen gibt es sicherlich drei große Sehenswürdigkeiten, die Dir jeder Reiseführer empfehlen wird. Das ist zum einen der Palácio Nacional de Belém, das Mosteiro dos Jerónimos und der Torre de Belém.  Ersten kannst und solltest du nur von außen bestaunen, andernfalls wird dir die Wache mit einem Lächeln im Gesicht sagen, dass der Palast nicht zu besichtigen ist. Weiter führt dich Dein Weg Richtung Mosteiro, vor dem Dich leider auch im November, unter der Woche und gegen Mittag noch eine sehr lange Warteschlange erwarten kann, wegen der wir uns gegen einen Besuch entschieden haben.

Stattdessen versüßten wir uns den Mittag mit den berühmten Pastei de Nata im Pastéis de Belém. Hier bekommst du für 7,20 € sechs der puddinggefüllten Leckereien.

Der Sonnenschein führte uns zu Fuß weiter zum Torre de Belém. Leider waren dort ebenfalls etwa einhundert Menschen in der Warteschlange. Wir können Dir aber sagen, einen netten und stressfreien Ausblick auf den historischen Turm erlangst Du auch wunderbar vom angrenzenden Park.

Der Nachmittag begann für uns mit einem (leider nicht einheimischen) Bier im Stadtteil Bairro Alto im Café Delirium Lisboa. Hier überfordert Dich schnell die große Auswahl der Biersorten, von denen leider keine ein wirklicher Geheimtipp sondern eher der internationale Standard ist. In dem gleichen Stadtteil haben wir einer weiteren Sehenswürdigkeit einen Besuch abgestattet: Elevador de Santa Justa, der einen netten Ausblick über Lissabon bot, aber aktuell außer Betrieb war.

Wer im Anschluss auf den leeren Magen dringend etwas ordentliches zu Essen haben möchte, dem können wir die Pizzeria ZeroZero empfehlen. Hier erwarten Dich zu einem leider etwas höheren Preis (23,00 € p.P. ) aber dafür umso fantastischere Pizzen, die sich durchaus lohnen!

Den süßen Abschluss des kulinarischen Tages machen die abwechslungsreichen Eissorten in der Eisdiele Nivá direkt auf der anderen Straßenseite. Das besondere ist, dass die Eisdiele Dir (theoretisch) bis 01:00 Uhr nachts deinen Heißhunger befriedigen kann. Ein Besuch ist sie allemal wert!

Den Rückweg zum Hotel fanden wir mit den Metro Linien Blau und Grün.