[28. Februar – 03. März 2024] Unser Urlaub sollte so richtig im Nationalpark Khao Sok starten. Unsere Tour führte uns daher per Inlandsflug von Bangkok nach Surat Thani Flughafen (Viet Air ca. 50€ p.P.), vom Surat Thani Flughafen nach Surat Thani City per Mini-Van (Phantip 30 Minuten 5€ p.P.) und dann zum Khao Sok Nationalpark per Reisebus (12Go 2,5 Std 7€ p.P.). Bevor wir in den Reisebus stiegen, konnten wir uns aber noch einen Eindruck von Surat Thani machen, den ersten Tempel besichtigen und durch Gassen schlendern.
Der Khao Sok Nationalpark in Südthailand ist für seine beeindruckende Natur mit Kalksteinfelsen, Regenwald und dem Cheow Lan-Stausee bekannt. Wir konnten schon auf der Reisebusfahrt erkennen, wie es mit jedem Kilometer grüner wurde. Hier im Nationalpark sind diverse Tierarten beherbergt, sodass wir bereits kurz nach dem einchecken im Khao Sok Rainforest Resort (45 € p.P.) die ersten Affen treffen durften. Absolut herrlich. Unseren ersten Abend verbrachten wir in dem Lokal Prawn. Für 11€ haben wir das beste Pad Thai genießen können und das erste Mal Sticky Rice mit Mango probieren dürfen. Etwas überrascht waren wir über die doch starke Bar & Restaurant-Dichte, was aber die tolle Lage am Rand des Regenwaldes nicht trübt. Besonders unsere Unterkunft liegt direkt vor dem Wald, sodass der Blick von Bett und der Dusche! direkt ins Grüne fällt.
Unsere Nacht im Bungalow am Rande des Regenwaldes haben wir ganz wunderbar verbracht und sind mit dem Sonnenaufgang und den Dschungelgeräuschen aufgewacht.
Der zweite Tag im Khao Sok Nationalpark führte uns zu einem Elefant Sanctuary. Elefantenbesuche sind in Thailand oft verpönt, da viele Elefanten unter schlechten Bedingungen leiden und misshandelt werden. Daher kam für uns nur eine Auffangstationen für gerettete Elefanten in Frage. Hier in Khao Sok kann man zwei Elefantendamen besuchen. Eine aus einem Zirkus und eine aus einer Holzfabrik gerettet. Wir konnten einiges Wissenswertes über den Elefantentourismus in Thailand und die Elefanten selbst lernen. Die Elefanten waren unendlich an uns interessiert, was bestimmt an den Bananenkörbchen lag, die jeder Teilnehmende (rund 10 Personen) bekam. Ein kleiner Spaziergang, viele Bananen, die in den Mündern der Elefantendamen verschwanden und tolle Fotos später konnten wir bei einem Snack noch Blicke auf die beiden Dickhäuter werfen, die uns über das Gelände folgten. Die Tour von 1,5 Std (32€ p. P.) ist ein absolutes Muss, wenn man in Khao Sok ist. Sich frei mit Elefanten bewegen zu können, die zu füttern und hautnah zu erleben ist atemberaubend.
Auf dem Heimweg ließen wir uns durch den Transfer des Elefanten Sanctuary am Affentempel Wat Tham Panthurat absetzen hier konnte man einen Blick in den Tempel und die dazugehörigen Affen werfen. Für 50 Cent Eintritt p. P. okay, aber aktuell eher eine große Baustelle.
Um das Thailand-Erlebnis zu vervollständigen wagten wir uns nachmittags an eine Thai-Massage (Dauer 1h). Gewöhnungsbedürftig, aber angenehm und für 10 € p. P. schon unangenehm günstig.
Heute, am 01. März und dem dritten Tag im Khao Sok Nationalpark haben wir eine Tagestour (1.500 Baht, rund 40€pP) gebucht. Spoiler vorweg: Die Tour ist ein absolutes Muss, wenn man ein paar Tage hier im Nationalpark verbringt. Sie vereint viele Aspekte und Sehenswürdigkeiten, die es sonst nur auf einzelnen Touren zu sehen gibt! Pünktlich um 8:30 Uhr wurden wir mit einem Minivan vor unserer Unterkunft abgeholt, mit uns nur 11 andere Personen, was für diesen Ausflug eine absolut überschaubare und angenehme Gruppengröße ist. Nach einer knappen Stunde erreichten wir den Ratchaprapha Stausee. Dieser war früher ein riesiges Tal, zur Energiegewinnung wurde jedoch ein Staudamm gebaut und in den fünf Jahren danach der See geflutet. Aus einem klassischen Langboot ging es die ersten 45min über den See zu einem schwimmenden kleinen Restaurant, an dem auch 30 schwimmende Unterkünfte für ausgefallene Übernachtungen gebucht werden können. Hier hatten wir kostenlos die Möglichkeit mit einem Kanu den See zu erkunden, was wir natürlich sofort taten. Nach einer Stunde praller Sonne gönnten wir uns noch eine „Abkühlung“ im See, bevor uns das im Tagesausflug beinhaltende Mittagessen gab. Mit vollen Bäuchen ging es zurück auf das Langboot, um nach weiteren 40min auf dem See den zweiten Punkt auf unserem Programm zu erreichen, eine kleine, aber durchaus spannende Höhle, die wir gemeinsam mit Wim, unserer englischsprachigen Reiseführerin, besichtigten. In der Höhle konnten wir, mit Taschenlampen ausgestattet, diverse Spinnen (angeblich nicht giftig, auch wenn sie größer als alle Spinnen in Deutschland sind) und einige Fledermäuse entdecken. Nach unserer Höhlenwanderung fuhren wir weitere 10min zu unserem letzten Tagespunkt, einer 40min Wanderung durch den Dschungel. Diese führte uns durch dichte Bambussträucher und durch kleine Bäche entlang eines schmalen Trampelpfades, auf dem es zahlreiche Insekten und neue Geräusche zu entdecken gab. Zur Höhlenerkundung und zur Wanderung sei gesagt, dass beim Buchen der Tour auf geeignete Kleidung und festes Schuhwerk hingewiesen wird. Dies interpretieren erfahrungsgemäß Menschen sehr unterschiedlich. So konnten wir neben den einheimischen Tieren auch noch einen Blick auf das mutige Flip-Flop Höhlentierchen und das wenig scheue Dschungel-Bikini Mäuschen (alias String-Tierchen) erhaschen.
Zurück über den See und eine Stunde Autofahrt später erreichten wir wieder unsere Unterkunft, in der die wohlverdiente Dusche wartete. Den Abend aßen wir wieder im Nongsaw Thai Food, einem kleinen Stand mit ca 50 Plätzen zum sitzen und essen. Hier gibt es das wahrscheinlich beste Curry in dem kleinen Dorf. Die Auswahl variiert im Schärfegrad und in der Auswahl, aber es wird immer jeder satt. Und das für gerade einmal 80 Baht (große Portion Reis und Kelle Curry) oder 100 Baht für eine Portion Reis und zwei Portionen Curry (David´s Favorit).
An unserem letzten Tag in Khao Sok wollten wir gerne auf eigene Faust den Nationalpark erkunden. Unsere liebste Wanderrouten-App Komoot bot einige nette Strecken. Am Eingang des Parks erfuhren wir jedoch, dass aktuell drei wilde Elefanten direkt im Bereich der Wanderwege des Nationalparks unterwegs sind, sodass keine Besucher*innen hineingelassen werden können.
Nach einer kurzen Rast auf unserem Balkon, der einen wundervollen Blick in den Regenwald und die dort lebenden Affen bietet, kamen wir auf unseren Plan B für den heutigen Tag. Schnell und unkompliziert konnten wir per WhatsApp und Paypal (14€ p. P.) ein Meditationskurs im nahegelegenen Khaosok Yoga buchen. Eine Stunde später machten wir uns auf einen 40 minütigen Spaziergang zu dem Yogastudio. Wir wurden freundlich begrüßt und saßen auch direkt auf der Yogamatte und bekamen eine Einführung in den buddhistischen Lebensstil und Glauben und natürlich in die Theorie der Meditation. Der Ausblick von der offenen Terrasse auf die Landschaft sind es schon wert hier hinzukommen. 30 Minuten stille Meditation im Sitze, eine vertiefte Wahrnehmung, aber auch ein eingeschlafenes Bein später wusste ich, meditieren ist nichts für Weicheier. Weitere 15 Minuten Meditation im Gehen und einem fest verankerten Mantra „Phu ththo“ später, konnten wir unsere Meditationsklasse abschließen.
Als Belohnung gönnten wir uns nach der kleinen Wanderung zurück ins Dorf unsere erste thailändische kühle Kokosnuss.




























