Tag 7-9 [Ko Tao]

[03. – 06. März 2024] Reisetag für uns! Wir hatten über 12GO (Die App ist furchtbar, aber die Homepage top!) eine Reisebus-Minivan-Catamaran-Tour von Khao Sok nach Koh Tao gebucht. Um 10:20 Uhr sollte es losgehen. Kurzerhand buchte uns das Check-Inn Büro – ein Café an der Straßenecke – in einen Minivan für 11 Uhr um, der uns direkt zum Speedboat Pier nach Surat Thani bringen sollte. Planen können die Thailänder*innen. Unsere Tour lief entspannt und ruhig ab und wir kamen pünktlich an Pier an. Wir wurden durch die Mitarbeitenden nochmal aufs Örtchen gebeten bevor die Speedboat-Fahrt von 2:20 Std losgehen sollte. David ist absolut seetauglich. Ich allerdings hab mir nochmal eine Vomex-Tablette gegönnt. Meine Erfahrungen mit Fähren sind da bisher nicht so gut. Rund 20 Minuten nach der Abfahrt wurden Kotztüten verteilt. Vomex sei Dank war ich nur müde.

Wir kamen uns bei der Ankunft auf Koh Tao wie Weltenbummler vor, als wir über den Steg liefen und warmer Regen auf uns niederprasselte. Rund 10 Minuten zu Fuß später konnten wir bereits einchecken und unsere Unterkunft im Koh Tao Beach Club (180 € für drei Tage mit Frühstück) beziehen.

Unser Lonely Planet Reiseführer führte uns abends noch ins Bam Bam, wo wir authentisch in einem offen gehaltenen Lokal auf Holzbänken sitzen und einen Früchte-Shake und ein gutes Curry genießen konnten (6€ p. P.).

Good morning, Koh Tao. Mit unserem Frühstückgutschein konnten wir im Nachbarhotel à la Carte Frühstück genießen. Das beste an diesem Frühstück war das Panorama. Direkt am Strand hatten wir unseren Frühstückstisch und konnte auf den herrlich ruhigen Strand blicken. Ein toller Start in den Tag!

Badesachen an, Rucksack gepackt und Roller inklusive Helm (sieht man verrückterweise selten hier) im Hotel gemietet. Hier im Hotel konnte man wählen zwischen Reisepass oder Geld als Kaution wählen. Wir haben uns für das Geld entschieden, da der Reisepass für uns das aller wichtigste Dokument ist, ein Heiligtum auf Reisen. Kurze Testfahrt und dann konnte es losgehen.

Zunächst fuhren wir zum Ao Tanot. Hier sollten uns bunte Fische und Korallen erwarten und wir wurden nicht enttäuscht. Unseren Roller konnten wir gemütlich und kostenfrei an einem Hotel im Schatten parken. Direkt am Strand haben wir uns ein Plätzchen unter Palmen und Bäumen gesucht, uns in unsere Lycra Shirts (absoluter Gamechanger für Toastbrote wie uns) geschmissen und sind direkt losgeschnorchelt. Das Wasser hat hier Badewannentemperatur, sodass selbst ich (David schwitzt dann schon im Wasser) ohne frieren direkt reingesprungen bin. Schon wenige Meter im seichten Wasser kamen uns Schwärme von bunten Fischen (u. a. Papageienfische, Drückerfische) entgegen. Wunderschön!

Nach einer kurzen Rast auf unseren Handtüchern, gönnten wir uns einen Snack in einer Beach Bar. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders erwähnenswert. Satt und mit kalten Getränken gestärkt wollten wir noch einen weiteren Strand besuchen. Schnell auf den Roller geschwungen, kamen wir auch wenige Minuten später am Hat Sai Daeng an. Auch hier fanden wir einen kostenfreien Parkplatz und ein schattiges Plätzchen. Die Vielfalt der Fische war etwas geringer. Allerdings konnten wir einen Riesen-Drückerfisch entdecken. Wieder am Strand liegend konnten wir dann noch einen Schwarzspitzen-Riffhai durchs Wasser gleiten sehen. Nach einem kurzen Sprint zu Ufer, konnten wir ihm noch einige Meter hinterhersehen. Absoluter Wahnsinn!

Im Hotel konnten wir den Roller ohne Probleme wieder abgeben und bekamen unsere Kaution zurück.

Abends flanierten wir am Strand in Richtung Saire. Zunächst kamen wir an Restaurants vorbei, die an schicke Ibiza Cafés erinnerten und waren dann allerdings überrascht wie schnell wir auf einer von Rollern und Menschen übersäten „Ballermann-Meile“ waren. Schnell den Rückzug angetreten und in einer ruhigen Seitenstraße in dem Lokal Vegetabowl eine Bowl inklusive selbstgemachtem Lemon-Ingwer-Soda (7€ p. P. genossen.

Tag 3 auf Koh Tao startete in gewohnter Weise kurz nach 7 Uhr morgens. Unser heutiges Ziel waren die drei durch eine Sandbank verbundenen Inselgruppe Koh Nang Yuan im Nord-Westen Koh Taos. Auf den Inselverbund kommt man mit stets mit Touristen überfrachteten Schiffen (10€ p. P.  one way) oder wie wir, mit einem der traditionellen Langbooten. Diese findet man zahlreich am Strand in der Nähe des Bootsanlegers. Hier spricht man einen der „Taxi Boat“ Fahrer an, einigt sich auf einen Preis und nennt die Uhrzeit, zu der man wieder auf Koh Nang Yuan abgeholt werden möchte. Nach dem Bezahlen (insgesamt 10€ für Hin- und Rückfahrt p. P.) setzen wir zu zweit mit unserem Bootsführer die 20min über Wasser zur Insel über. Hier wird einem spätestens noch die Nummer des Bootes genannt, damit man auf dem Rückweg auch das richtige erwischt. Die drei Inseln sind rein optisch ein wahres Paradies. Dschungel, zwei kleine Berge und ein malerischer Stand in der Mitte machen den Inselverbund zu einem klaren Ausflugsziel. Einziges Manko: Extrem viele Touristen. Da die Insel in Privatbesitz ist, muss man am Pier 250 Baht (rund 6,5€) Eintritt zahlen. Im letzten Jahr lag der Preis bei 100 Baht. Für dieses Geld kann man auf den Inseln in der Zeit zwischen 10-15 Uhr die Aussicht und das Wasser genießen. Außerhalb der Zeit ist die Insel für Tages-Touristen gesperrt, mit Ausnahme derer, die eine Übernachtung gebucht haben.
Weiterhin sollte man wissen, dass Plastikflaschen auf der Insel nicht erlaubt sind. Der Sonne entkommt man ebenfalls nur in einem der wenigen Schattenplätzchen oder unter einem der gemieteten Sonnenschirme.
Für den kleinen Hunger gönnten wir uns erstmalig im Urlaub eine kleine Pommes an der Strandbar, ganz westlich eben. Auch hier sind die Preise für Thailand eher hoch. Unser Fazit ist aufgrund der Masse an Menschen: Spart Euch die Bootsfahrt und genießt eine der ruhigeren Buchten direkt auf Koh Tao.

Bei der Rückfahrt darf man sich rückblickend nicht wundern, wenn das Boot von der Hinfahrt nicht kommt und man kurzerhand einfach in ein anderes Boot gesetzt wird. Hier wird niemand zurückgelassen!
Den Abend waren wir wieder im Bam Bam essen, leckere Früchte-Shakes und ausgezeichnetes Essen für zwei Personen zusammen unter 10€. Einheimischer und besser geht es kaum, auch beim zweiten Mal.